FAQ

Ob die Reichweite eines Elektroautos ausreichend ist, hängt in erster Linie vom persönlichen Fahrprofil ab. 80% meines Profils ergibt sich aus der täglichen Pendelstrecke zur Arbeitsstelle und zurück (30km gesamt). Regelmäßig kommen Fahrten zur Freunden oder Verwandten im Umkreis von 50km  hinzu. Hierfür sollte es ausreichend sein, das Fahrzeug einmal die Woche an die Steckdose zu hängen. Ab und zu kommen Fahrten ins entferntere Magdeburg oder nach Wolfenbüttel hinzu. Als Minimalforderung muss für mich die Strecke nach Magdeburg problemlos im Winter wie auch im Sommer zu erreichen sein ohne zwischendurch laden zu müssen.

Urlaubsfahrten nach Italien stehen auf einem anderen Blatt und können ohne Zwischenladung natürlich nicht erreicht werden. Wie beim Verbrenner eben. Die Reichweite ist nicht das Problem, eher die Versorgung mit Ladestationen auf der Strecke. Da ich seit 25 Jahren Motorradfahrer bin, kenne ich die Reichweitenproblematik, da ich mit den meisten Motorrädern auch nicht weiter als 200-250km mit einer Tankfüllung komme.
Die sich momentan am Markt befindlichen Elektroautos sind recht umfangreich ausgestattet. Dies muss man fairerweise in die Rechnung mit einbeziehen, wenn man Preise vergleicht.
Der Hyundai Ioniq Electric kostet in der mittleren Ausstattungslinie (Style) ca. 33.000 Euro. Dieser ist schon richtig gut ausgestattet. Wenn man sich nun einen VW Golf Benziner mit 120 PS konfiguriert, landet man mit ähnlichen Ausstattungsmerkmalen schnell bei der gleich Summe.
Was allerdings fehlt sind vollwertige Stromer im unteren Preissegment, so um 15.000-20.000 Euro. Und der Gebrauchtmarkt gibt auch noch nicht viel her.
https://www.youtube.com/watch?v=UUgZDGlbb1g


In den meisten Fällen wird das Auto zuhause an der Steckdose geladen. Für längere Strecken gibt es zumindest an jeder Tank&Rast Schnellladestationen. Häufig sing diese zudem (noch) gratis nutzbar.
Ich hatte mal eine Mercedes B-Klasse mit 122PS Benziner als Werkstattleihwagen. Das war erschreckend lahm. Alles, was ich inzwischen an Elektorautos gefahren bin, war in Punkto Agilität und Beschleunigung meilenweit davon entfernt. Das Beschleunigungsgefühl ist überhaupt nicht mit einem Verbrennermotor vergleichbar, weil das Drehmoment und die Leistung von der ersten Umdrehung an zur Verfügung stehen.


Selbst im Vergleich mit einer 163PS starken BMW S1000R, die ich 3 Jahre lang gefahren bin, ist die Kraftentfaltung eines Elektroautos imponierend. Und macht somit einfach Spaß.
Hyundai bietet acht Jahre Garantie auf die Akkus. Selbst VW bietet einen ähnlichen Garantiezeitraum. Allein diese Tatsache sollte schon beruhigend wirken.
Teslafahrer die bereits die 200.000km Grenze überschritten haben berichten von mehr als 80% noch vorhandener Akkukapazität. Andere Hersteller wie Renault oder Nissan bieten Akkus zum Mieten an, die bei Unterschreiten einer Kapazitätsgrenze ausgetauscht werden.